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Das M&B Magazin

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Das braucht die perfekte Website für Ärzte


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Als Fotograf sieht man wirklich viele Websites. Aufwendige und weniger aufwendige, bis hin zu den Seiten, die nicht viel mehr als eine digitale Visitenkarte sind. Es stimmt, dass man "anders" darauf schaut, wenn man in so viele Projekten involviert war und so viele Ideen bereits für Websites beisteuern konnte. Doch besonders bei Ärzt*innen habe ich zusätzlich noch eine andere Perspektive, eine, die Mediziner*innen selbst meist gar nicht einnehmen können - ich klicke mich durch die Seiten als potenzieller Kunde. Was mir dabei wichtig ist - davon handelt mein Beitrag heute.

Bei nichts ist der Mensch so sensibel wie bei seinen Finanzen - und fast sofort dahinter kommt die Gesundheit. Wir nehmen alles was mit unserem Geld oder unserem Körper zu tun hat anders wahr, sind kritischer, aufmerksamer und wollen noch mehr als sonst nur das Allerbeste. Während ich bei Supermärkten meistens Wert darauf lege, dass sie in meiner Nähe sind, fahre ich zu Arztpraxen gerne auch mal eine halbe Stunde öffentlich hin wenn ich das Gefühl habe, dort besonders gut aufgehoben zu sein. Bei meinem ersten Besuch achte ich persönlich immer sehr darauf, wie mir die Menschen dort begegnen, wie der Umgangston zwischen den Mitarbeitenden ist, welche Ausstrahlung behandelnde Ärzt*innen und auch die Räumlichkeiten haben. All das ist allerdings erst der zweite Eindruck. Meine Suche nach einer Praxis, der ich mein Vertrauen schenke, beginnt schon viel früher - an meinem Computer.

>>Nicht nur Jameda ist sinnvoll<<


Ich bin ein großer Freund der Suchmaschine, allerdings klicke ich nie auf die Websites, die als "Anzeige" ausgewiesen sind, also jene Positionen, für die die Betreiber*innen Geld für einen Werbeplatz ganz oben bezahlen. So lasse ich mich leiten von meinem Gefühl, mein Bauch sagt mir ziemlich genau wo ich mich wohlfühlen könnte und was ich eher nicht so ansprechend finde. Das erste, das meistens auftaucht, ist das eingebettete Suchtool von GoogleMaps, das mit nicht nur eine Karte anzeigt, sondern direkt auch darunter relevante Suchergebnisse mit den Google-Bewertungen. Nicht nur Jameda und andere Portale sind also sinnvoll, sondern auch die ganz normale Kundenstimme bei GoogleMaps. Wenn eine Praxis mit weniger als 4,5 Sternen bewertet ist, ist die Chance eher klein, dass ich auf den Link klicke, der mich zur Website bringt. So lohnt es sich von Anfang an Bewertungen auf Google zu sammeln - nicht nur wegen der Menschen die klicken, sondern auch wegen der Relevanz bei der Google-Suche. Wer gut und viel bewertet ist, hat bessere Chancen ganz oben zu erscheinen.

Doch auch Worte haben es mir angetan. Bei den Ergebnissen der Suchmaschine gibt es schon diverse Möglichkeiten, den richtigen Ton zu treffen. Dabei spielt es nur eine kleine Rolle, ob wirklich alle Tätigkeitsfelder da schon erwähnt werden - lieber sollte man die Chance nutzen, auch hier die Angst zu nehmen und sich von anderen abzusetzen. Oft hilft eine kleine Recherche um selbst mal zu sehen, was man ansprechend findet. Wenn ich nach einer Zahnarztpraxis google und als erste Zeile das Wort "Zahnfleischoperation" lese, kann ich förmlich schon die Werkzeuge surren hören und warte nur noch mit verkrampften Händen auf den Schmerz. Wäre es nicht toll, eher positiv zu formulieren? "Eine Praxis mit Herz", "Für ein gesundes Lächeln" oder "Der entspannte Zahnarztbesuch in München" - die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf diesen Link klicke ist so viel höher als bei einer ausführlichen Leistungsbeschreibung. Du bist ein Zahnarzt, Horst, ich weiß, dass es bei dir auch Zahnreinigungen gibt.

>>Wie fühlt es sich an dort zu sein?<<


Hat es eine Website dann mal geschafft mich so neugierig zu machen, dass ich klicke, dann trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Es liegt, glaube ich, nicht nur daran, dass ich Fotograf bin - doch die richtigen Fotos sind für mich das wichtigste Kriterium für eine Kaufentscheidung, egal bei welcher Branche. Große, helle und klare Bilder wirken modern und professionell und geben einen guten ersten Eindruck was mich erwarten wird. Dabei sind die Räume wichtig, in die ich mich begebe - noch viel wichtiger, wenn ich ohnehin schon Bammel vor einem Arztbesuch habe. Die Bilder müssen nicht steril sein oder überkandidelt, ich liebe es, wenn ich einen Eindruck bekomme, wie es sich anfühlt dort zu sein. Der Schlüssel liegt in Bildern, die aus Augenhöhe fotografiert wurden, die auch mal atmosphärisch indirekte Einblicke geben wie durch eine Glasscheibe oder durch die Blätter einer großen Pflanze. Und natürlich darf das Wichtigste nicht fehlen: Menschen! Ich möchte Ärzt*innen sehen, am besten direkt auf der Startseite, doch auch MFA’s. Und bitte nicht das, was man vor 20 Jahren erwartetet hätte: ernste, "kompetente" Blicke und steife Körperhaltungen. Es darf emotional sein, positiv, so als ob ich auch mental bestens darauf vorbereitet werde, wieder gesund zu werden. Persönlich liebe ich es, wenn man den Teamgeist der Praxis spürt, dass man sich untereinander versteht und dass damit auch die*der Patient*in im Mittelpunkt steht, denn nur wer sein Team gut führt, hat auch die Ruhe und den Raum für die Menschen, die als Patient*innen über die Schwelle treten.

Es spielt für mich eine untergeordnete Rolle, wo die Ärztin oder der Arzt studiert hat; ich gehe davon aus, dass sie oder er ihr oder sein Handwerk beherrscht, wenn sie oder er in Deutschland praktizieren darf. Zeig dich persönlich und nahbar, offen und geduldig und transportiere die Neugierde für den Menschen, mehr muss es für mich nicht sein. Wenn du Preise gewonnen hast, super, das kann man auch auf die Website setzen. Es ist ratsam, dass ich bei der Suche nach wichtigen Informationen nicht zu oft klicken muss und es kann nie schaden, die Telefonnummer und Anschrift deutlich sichtbar oben und unten und vielleicht sogar mal dazwischen anzugeben. Wenn ich erstmal überzeugt bin, dann möchte ich als Patient nur noch eines wissen: Wie komme ich da hin und was brauche ich?

Obwohl es eigentlich selbstverständlich ist, hier noch einmal: Über 75% der Aufrufe erfolgen über Smartphones. Darum sollte die Seite natürlich auch auf einem kleinen Bildschirm funktionieren. Das betrifft nicht nur die Programmierung, sondern auch die Wahl der Bilder - ich will die Gesichter sehen und schere mich nicht so sehr um die Schuhe. Ganzkörperfotos können schick sein, doch Portraits zeigen mir einfach schneller mit wem ich es zu tun habe.

All diese Gedanken haben nichts mit Website-Design oder der Programmierung, geschweige den SEO-Optimierung zu tun. Sie sind mehr die Beobachtung eines Patienten und was mir dabei wichtig ist. Ich will wissen, dass du kein Metzger bist, sondern dich wirklich für mich interessierst und ob du zu mir passt. Trau dich, dich zu zeigen und scher dich nicht so sehr um Konventionen oder Regeln, die sich irgendjemand ausgedacht hat. Nutz deinen gesunden Menschenverstand und horch in dich rein, was DIR wichtig wäre. Eine Website, die menschlich ist und zeigt, dass man sich dort für die*den Patient*innen interessiert, erfüllt nämlich noch einen anderen tollen Zweck: Du wirst neue Mitarbeitende gewinnen können die zu dir passen, denn auch die achten darauf wie es sich anfühlt!


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